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DeutschMobil – Was ist das ?

DeutschMobil ist ein Mercedes-Benz Viano Van, der auf Frankreichs Straßen für die Sprache Goethes unterwegs ist. Am Steuer sitzen junge deutsche Lektoren und Lektorinnen, die Grundschulen, Collèges (Mittelschule) und auch Gymnasien besuchen, um den französischen Schülern auf spielerische Art und Weise die deutsche Sprache und Kultur näher zu bringen. Die Sprachenvielfalt an französischen Schulen ist gefährdet, so entscheiden sich immer weniger Schüler für Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache. Vorrangiges Ziel der Sprachwerbeaktion DeutschMobil ist es, dem häufig einseitigen Deutschlandbild ein aktuelles und attraktives Bild entgegenzustellen. In spielerisch gestalteten Unterrichtsstunden werden französischen Schülern deutsche Sprache und Kultur vorgestellt. Von Rechtschreibregeln über Unterschiede im Schulsystem bis zum HipHop wird den Kindern und Jugendlichen das Nachbarland „zum Anfassen“ näher gebracht. Mit durchschlagendem Erfolg, die steigenden Deutschlernerzahlen sprechen für sich. Seit Januar 2001 wurden insgesamt 525.000 französische Schüler durch DeutschMobil angesprochen und dabei mehr als eine Million Kilometer zurückgelegt [Stand 07/2011].

Eine außergewöhnliche Idee

Die Aktion wurde im Europäischen Jahr der Sprachen 2001 auf Initiative von Kurt Brenner zusammen mit der Föderation der Deutsch-Französischen Häuser und unter der Schirmherrschaft von Kurt Beck, des damaligen Beauftragten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten mit Frankreich, ins Leben gerufen. Dank der großzügigen Förderung durch die Robert Bosch Stiftung, von Mercedes-Benz und mit dem Einverständnis der betroffenen Schulakademien konnten im Januar 2001 zunächst vier Lektorinnen ihre Tätigkeit als deutsche Sprachbotschafterinnen im Languedoc-Roussillon, im Burgund, im Pays de la Loire und in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur aufnehmen.

Eine Erfolgsgeschichte

Die Initiative sollte schnell Früchte tragen : Steigerungen um bis zu 50 Prozent bei der Wahl von Deutsch als zweiter Fremdsprache und um 25 Prozent bei Deutschlernern für die erste Fremdsprache sind nach einem Besuch des DeutschMobils im Schnitt zu verzeichnen. Aufgrund des Erfolgs und der stetig wachsenden Nachfrage, wurde die Flotte der DeutschMobile zum ersten Mal im Februar 2003 vergrößert : die Bretagne und der Pariser Raum wurde mit einem Vito und dazugehörigem Lektor ausgestattet. Seit 2003 steht die Aktion darüber hinaus unter der Schirmherrschaft des französischen Bildungsministers.

Die neue Lektorengeneration, die seit September 2011 auf Achse ist, zählt zehn LektorInnen. Das bretonische DeutschMobil wurde 2005 in die Normandie verlegt und wird vom Conseil Général du Calvados beherbergt. In Lothringen ist das Lektorat an das Goethe-Institut Nancy angegliedert. Darüber hinaus konnten weitere DeutschMobile in Toulouse (Midi-Pyrénées), in Bordeaux (Aquitanien) und in Lyon (Rhône-Alpes) eingeführt werden dank der engen Zusammenarbeit mit dem DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst), den örtlichen Gebietskörperschaften und Goethe-Instituten.

FranceMobil in Deutschland

Zum Schuljahresbeginn 2002 ging die Parallelaktion FranceMobil in Deutschland an den Start. Dank der Unterstützung durch die Robert Bosch Stiftung und der französischen Botschaft in Deutschland besuchen heute zwölf Referenten mit FranceMobilen deutsche Schulen in den verschiedenen Bundesländern, um der französischen Sprache zu neuem Aufschwung zu verhelfen.

Eine Idee geht ihren Weg

Seit seiner Einführung in Frankreich hat die Idee des DeutschMobil Schule gemacht. Inzwischen wurden DeutschMobile in Tschechien, Ägypten, Island, Neuseeland und Kanada gesichtet, als „Deutschwagen“ fahren sie mit gleichem Auftrag durch Polen und Italien um Sprachwerbung zu machen. So zieht die DeutschMobil-Idee aus dem Heidelberg-Haus in Montpellier beständig weitere Kreise in alle vier Himmelsrichtungen. Die Erfinder freuen sich über das positive Echo und immer mehr Deutschlerner in der ganzen Welt.

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